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01/02/2014 / birgitrie

Seestadt Aspern: Fährt eine U-Bahn ins Nirgendwo

Von weitem kann ich sie schon sehen. Ich erkenne sie an ein paar Dutzend Kränen.
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Mitten im Nirgendwo. Die U-Bahn bringt mich hin. Außer mir ist noch ein Fahrgast im Wagen. Noch ist die Seestadt Aspern nicht „The Place to go“. Eher „The Place to Leave“. Jetzt kann ich noch zurück. Die U-Bahn fährt ohne Fahrgast ab. Zumindest kann ich keinen sehen. Karlsplatz 5 Minuten. Karlsplatz 13 Minuten. Die Zugintervalle werden wohl noch verdichtet werden. Im Moment ist die Notwendigkeit nicht gegeben. Ganz allein sitze ich in der zugigen U-Bahn-Endstelle. Gleis 2. Nicht einsteigen.
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Wo geht’s hier nach Nirgendwo? Ich denke, ich werde es finden. Ich bin schon vorher da. Bevor hier das pralle Leben tobt.
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Dass ich mit der U-Bahn hierher gekommen bin, kommt mir bizarr vor. Um meine Ohren rauscht ein kalter Wind. Die nächste U-Bahn bringt eine überschaubare Masse an Menschen in den Ort der Zukunft. Ein Kran schwenkt. Bauarbeiter in der sechsten Etage.
Hier ist noch kein Ort zum Bleiben. Auch nicht für die Menschen, die hier, an der U-Bahn-Haltestelle im Nirgendwo, ankommen. Der Bus 88A bringt sie nach Essling. Ich folge ihnen. Auch weil mein Hunger nicht bis 2015 warten kann.
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Der Bus bringt mich vom Nirgendwo ins Irgendwo – und wieder zurück. In der Gegenwart eine Reise in die Zukunft zu machen ist bizarr. Dann lieber zurück in die Vergangenheit. Karlsplatz 5 Minuten.

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