Skip to content
12/08/2011 / birgitrie

4 für 6 oder das Problem mit den Armlehnen in Flugzeugen

Es ist diese ganz spezielle Art, sich näher zu kommen. Auf 30 cm² Sitzfläche, einer Rückenlehnenbreite Abstand zu Vorder- wie Hinterfrau/-mann und 5 cm Armlehnenbreite zum Sitznachbarn – mit einer Chance von 1:3 auch noch beidseitig. Und da fängt’s auch schon an zu haken. Wem gehören die Armlehnen? Vier Armlehnen für sechs Arme. Da braucht man nicht Adam Riese zu fragen, um zu wissen, dass in der Rechnung etwas nicht stimmt. Außer Streit stehen klarerweise die äußeren Armlehnen. Bleiben also die beiden inneren. Gehören sie beide der Person auf dem Mittelsitz, da der ohnehin der beschissenste (der Sitz natürlich!) ist?

So einfach will ich die Sache dann aber doch nicht geklärt haben. Schließlich ist das harte Erringen des erwünschten Fenster- oder Gangplatzes (entweder beim Check-in oder beim Boarding bzw. an Bord des Flugzeugs – Billigfliegern sei Dank) auch eine Belohnung wert. Also was machen? Die Benutzung der Armlehnen fair nach Flugzeit zwischen den Sitznachbarn aufteilen? Wobei der Mittelsitz-Passagier besonders gut abzuwägen hat: Will er die Hälfte der Flugzeit sowohl rechte als auch linke Armlehne, dafür den Rest der Zeit auf beide verzichten? Oder wählt er für eine Halbzeit die linke und für die andere die rechte Armlehne? Eine andere Möglichkeit wäre die Aufteilung der Armlehne nach vorderem und hinterem Teil. Wobei auch da ein Wechsel zur Halbzeit nur fair wäre. Schließlich erlaubt der hintere Teil der Armlehnen dann doch ein deutlich bequemeres Sitzen. Wiederum sollte der Mittelsitz-Passagier darauf achten, dass er auf beiden Seiten jeweils den gleichen Teil der Armlehne zur Verfügung hat, da einmal vorderer und einmal hinterer Teil etwas ungemütlich anmutet.

Im Grunde steigt der Mittelsitz-Passagier aber bei beiden Lösungen wiederum schlecht aus. Schließlich hat er in Summe nur eine Armlehne zur Verfügung. Während Fenster- und Gangplatzpassagier jeweils 1 1/2 haben. Wäre also zu überlegen, ob man dem Mittelsitz-, ergo dem Arschkartenplatzpassagier jeweils 2/3 beider Armlehnen (nach beschriebenen Modellen) zugesteht. Macht 1 1/3 Armlehnen für jeden. Klingt nach einer fairen Lösung.

Und dann wäre da noch der Anspruch auf Rückenlehne (darf Hinterfrau-/mann mit ihren/seinen Beinen dagegen schlagen oder gehört sie einzig und allein dem Sitzpassagier?). Und was ist mit dem Fenster? Darf der Kopf des Fensterplatz-Passagiers den Blick in die Wolken stets verstellen? Oder muss er den Ausblick auch mal für die Sitznachbarn freigeben? Aber das führt jetzt wirklich zu weit. Die Lösung des Armlehnen-Problems war mühsam genug…

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: