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25/04/2018 / birgitrie

Koppstraße, 1160; Hasnerstraße, 1160

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19/06/2017 / birgitrie

Aber die Traurigkeit 

Den Grant kann ich nicht leiden. Aber die Traurigkeit. Die hat Tiefe. Die Traurigkeit ist nicht grantig. Sie ist schmerzhaft. Melancholisch. Unendlich. Unbeschreiblich. Und manchmal sogar schön.

Der Grant ist ein Platzhirsch. Er fährt morgens U-Bahn, er fährt abends U-Bahn. Er säuft. Er schnauzt. Er schlägt. Der Grant ist ein Arschloch. Meistens ignorant. Der Grant mag keine Aufheiterung. Der Grant will in Ruhe gelassen werden. Er braucht Schlaf. Er braucht Kaffee. 

Aber die Traurigkeit? Die Traurigkeit braucht Zeit, braucht Raum, braucht Akzeptanz.

Die Traurigkeit ist kein Arschloch. Sie fühlt sich nur oft scheiße an. Und manchmal schön. Die Traurigkeit kann ich leiden. Aber nicht immer ertragen.

27/05/2017 / birgitrie

Eisenstadt: Es war einmal ein Stadion

2007 wurde das Lindenstadion im Eisenstädter Schlosspark für baufällig erklärt. Zehn Jahre später liegt es noch immer im Dornröschenschlaf. Fußball ist anderswo. Eine Bildgeschichte.

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17/03/2017 / birgitrie

Den Regen spüren

Ich will den Regen spüren, jeden Tropfen, wie er an meiner Haut abperlt.

Ich will den Regen spüren, damit sich meine Tränen mit den Tropfen vermischen.

Ich will den Regen spüren, mit jeder Faser meines Körpers.

Ich will den Regen spüren, bis es nicht mehr weh tut.

Ich will den Regen spüren, so lang, bis der Kummer weggespült ist.

Ich will den Regen spüren, bis ich ihn  nicht mehr spüren kann.

25/12/2016 / birgitrie

Stirbt einfach weg

Jetzt ist schon wieder wer gestorben. Stück für Stück verflüchtigt sich mein altes Leben. Ich musste es schon lange hinter mir lassen. Aber ich wollte es nicht, war nicht bereit. Musste loslassen und konnte nicht. Sah die schönen Dinge, die ich vorher nicht beachtete.
Ich habe den Abschied noch nicht verkraftet. Aber die Träume, in denen ich in unserem alten Haus bin, werden seltener.
Ich will es nicht mehr sehen, es würde mich verletzen. Es ist nicht mehr das Haus, in dem ich aufgewachsen bin.
Das Haus, das ich meine gibt es nicht mehr. Ich habe es noch nicht hinter mir gelassen. Aber Stück für Stück verschwindet die Welt von damals. Stirbt einfach weg. Ob ich will, oder nicht.

27/10/2016 / birgitrie

Spaßvögel

Ich möchte ein Vogel sein. Ich glaube Vögel haben einen Heidenspaß. Wenn sie abends ihre Kreise ziehen. Immer ein paar Kumpels um sich herum. Manchmal spielen sie Felix Baumgartner, manchmal Gregor Schlierenzauer. Und dann lachen sie sich einen Ast über die plumpen menschlichen Flugversuche.

Ich möchte ein Vogel sein. Vögel kommen mir wie Kinder vor. Unendlich verspielt. Werden Vögel jemals erwachsen? Und wenn ja, wann?

Werden Vögel jemals müde? Haben Vögel jemals Flügelschmerzen? Und wenn ja, gehen (!) sie dann zum Orthopäden? Und Stimmbandprobleme?

Ich möchte ein Vogel sein. Nur einmal kurz ausprobieren.

24/09/2016 / birgitrie

Auf dem Weg

Ich weiß es noch nicht. Bin immer noch auf der Suche. Nicht angekommen. Ich wünsche mir, anders zu sein – zumindest in manchen Bereichen. Aber das bin ich nicht. Ich bin so wie ich bin. Zufrieden. Und auch wieder nicht. Rastlos. Ich will nicht aufhören zu lernen, aber ich will nicht jemand sein, der ich nicht bin. Das geht gar nicht. Und trotzdem bin ich nicht immer ich. Ich bin unzufrieden. Ich hinterfrage mich ständig. Aber ich kann nicht aus meiner Haut. Manchmal macht es mich wahnsinnig. Ich bin irgendwo mitten auf der Strecke. Noch lange nicht angekommen. Aber ein Stück habe ich geschafft. Ich bin so wie ich bin. Werde weitergehen.